Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Abholzung von Wäldern und industrielle Prozesse dramatisch gestiegen. Als Treibhausgas hält CO2 Wärme in der Erdatmosphäre zurück und verursacht so die globale Erwärmung und den Klimawandel.
Die negativen Auswirkungen sind bereits allgegenwärtig. Extreme Wetterereignisse, Wüstenbildung und das Verschwinden von Gletschern sind Beispiele der spürbaren Veränderung.

Emissionen zu reduzieren ist die effektivste und dringendste Strategie zur Minderung des Klimawandels. Aber der Zeitrahmen ist eng. Der Weltklimarat (IPCC) macht deutlich, dass wir die globale Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzen müssen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Dies erfordert Netto-Null-CO2-Emissionen bis spätestens 2050.
Arrhenius trägt mit der Entfernung und Speicherung von CO2 zum Netto-Null-Ziel bei. Mit unserer Negativemissionstechnologie adressieren wir schwer vermeidbare Restemissionen, die beispielsweise in der Landwirtschaft oder bei der Müllverbrennung entstehen. Unsere Mikroalgen-Biomasse dient zudem als Rohstoff für die Bioökonomie, um Ausgangsmaterialien mit einem hohen CO2-Fussabdruck zu ersetzen. Dadurch lassen sich die Gesamtemissionen weiter reduzieren.
Netto-Null bezeichnet das Gleichgewicht zwischen der Menge an Treibhausgasen, die in die Atmosphäre ausgestossen wird und der Menge, die aus der Atmosphäre entfernt wird. Mit anderen Worten: Für jede Tonne CO2, die sich nicht vermeiden lässt, müssen wir eine Tonne CO2 entfernen.
Netto-Null CO2 erfordert zwei Schritte:
Schritt 1: Reduktion aller vermeidbaren Emissionen.
Schritt 2: Ausgleich aller nicht vermeidbaren Emissionen durch Kohlendioxid-Entfernung (d. h. durch negative Emissionen).
Arrhenius trägt zu beiden Schritten bei: Unsere Algenbiomasse dient einerseits als Rohstoff in der Bioökonomie und kann Materialien mit hohem CO2-Fussabdruck ersetzen (Schritt 1). Andererseits erzeugen wir negative Emissionen durch die Produktion und langfristige Speicherung von Mikroalgen-Biomasse im Untergrund (Schritt 2).
Netto-Null CO2 ist jedoch nur ein Zwischenziel. Laut dem Weltklimarat (AR6 Synthesis Report, 2023) sind Netto-Negativ-CO2-Emissionen erforderlich, um die vom Menschen verursachte globale Erwärmung langfristig unter Kontrolle zu bringen.
Das bedeutet, dass wir ab 2050 mehr CO2 aus der Atmosphäre entfernen müssen, als wir emittieren. Mit der Zeit können so die Oberflächentemperaturen – nach einem möglichen Überschreiten der kritischen Grenze – wieder sinken. Negative Emissionen sind daher ein wichtiger Faktor für die langfristige Stabilisierung des Klimas.